9.–18. März 2018

Internationales Klezmer Festival Fürth

& Jewish Music Today

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Orchester Jakobsplatz München (D), Pawel Zalejski (PL), Violine

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Sonntag, 18. März / 19.30 Uhr
Stadttheater Fürth
Preise von 11 bis 29 Euro / 8,80 bis 23,20 Euro ermäßigt
Infos zum Kartenvorverkauf im Stadttheater
Vorverkauf ab 16. Dezember um 10 Uhr

Konzerteinführung um 19.00 Uhr im Foyer, 2. Rang

Dirigent:
Daniel Grossmann
Programm:
Pawel Zalejski: Nigun für Bromberg (2017) für Violine solo, dt. Erstaufführung
Moritz Gagern: Nigunim für Orchester (2017), Auftragswerk des OJMKlezmer

Das Internationale Klezmer Festival Fürth ist bekannt dafür, dass es nie nur die eingetretenen Pfade geht. So gibt es zum Abschluss der 16. Ausgabe nicht die rauschende Party, sondern ein Konzert, welches das Tor in die Zukunft der "Jewish Music today" weit aufstößt und doch mit dem Leitmotiv Klezmer in Verbindung steht.

Pawel Zalejski, in Fürth lebender Primgeiger des Apollon Musagéte Quartetts, widmete seine Komposition "Nigun" (hebr.: Melodie) der von den Nazis ausgelöschten jüdischen Gemeinde seiner Heimatstadt Bromberg in Polen. Die klare Abfolge einzelner Liedmelodien erzählt die Geschichte einer einst blühenden Gesellschaft bis hin zur Trauer über deren Vernichtung.

Daniel Grossmann ist Gründer und Künstlerischer Leiter des Orchester Jakobsplatz München, das seit 2005 Räume und Möglichkeiten für eine lebendige deutsch-jüdische Gegenwartskultur schafft. Für das OJM als zeitgenössische deutsch-jüdische Stimme ist die regelmäßige Vergabe von Kompositionsaufträgen von größter Wichtigkeit.

So entstand das Werk "Nigunim für Orchester" von Moritz Gagern, das im Mai 2017 uraufgeführt wurde und in Fürth zum zweiten Mal erklingt. Die Komposition ist eine zeitgenössische Neudefinition von Klezmer auf der Grundlage eines rauen, vielseitigen und weitgehend unbekannten Originals, dessen letzter Nachhall nur noch auf seltenen Aufnahmen der 1920er Jahre zu hören ist. Von diesen frühen Aufnahmen legendärer Klezmorim der Vergangenheit inspiriert, entwickelte Moritz Gagern (geb. 1973) in "Nigunim" zeitgenössischen Klezmer-Rohstoff für Orchester – eine Reise durch Raum und Zeit, die die nicht mehr existente, nie aufgeschriebene Klangwelt im heutigen Jargon wieder auferstehen lässt! Analog zu Opern ist die Komposition in vier Akte gegliedert, vom Junggesellenabschied über Hochzeit und Prozessionen zum Bankett und Brauttanz.

Die Musiker des OJM stammen aus über zwanzig Ländern, sind jüdisch und nicht-jüdisch und leben überwiegend in Deutschland.

www.o-j-m.de
www.apollon-musagete.com